Archiv der Kategorie: Podcast

Star Wars Squadrons

(Copyright: Motive Studios / EA)

Das 1993 erschienene Star Wars Rebel Assault von Lucas Arts war eines der ersten Games, das ausschließlich auf CD-ROM erschienen war. Die darin enthaltenen Realfilm- und Rendersequenzen waren damals sensationell. Sofern man sich das leisten konnte, kostete so ein Laufwerk doch gut 400 DM. Es war aber auch der Auftakt zu einer ganzen Reihe von richtig guten Star Wars Weltraumschlacht-Games, wie Star Wars X-Wing aus dem gleichen Jahr – das sogar unter der Bezeichnung „Raumkampf-Simulator“ lief, oder „Tie Fighter“, „X-Wing vs. Tie Fighter“ und – 1999 dann – „X-Wing Alliance“. Dann war aber Schluss mit den simulierten Fights im All; zwar wurde auch in der Folgezeit in den Star Wars Games kräftig geballert, aber immer nur als Beiwerk und das auch nur auf Arcade-Niveau. Mit Star Wars Squadrons erlebt das vergessene Genre aber seine Wiedergeburt, bekommt die X-Wing-Reihe einen geistigen Nachfolger. Aber schafft der es auch, in die verdammt großen Fußstapfen seiner Urahnen zu treten?

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Fifa 21

(Copyright: EA)

Irgendwie hatten wir uns ja daran gewöhnt, an den Zweikampf der noch im Rennen verbliebenen Kicker-Simulationen Pro Evo und Fifa, der alljährlich im Herbst über die Bühne geht. Und eigentlich jedes Jahr mit der Erkenntnis endet, dass Pro Evo den realistischeren Fuppes liefert, Fifa dafür aber mehr Lizenzen und mehr Drumherum im Angebot hat. Dieses Jahr aber hat Pro Evo gekniffen: Statt wie gewohnt eine neue Jahresversion abzuliefern, gibt’s dieses Mal nur ein Jahres-Update fürs halbe Geld. Dafür plane man dann ein großes Comeback im nächsten Jahr. Was ich persönlich absolut ok finde: Lieber mal ein Jahr Kreativpause einlegen als einen halbgaren Scheiß abzuliefern. Für Fifa doch eigentlich die Chance, sich mal einen kleinen Vorsprung zu erarbeiten. Oder hat EA daraufhin auch einen Gang runtergeschaltet?

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Mafia Definitive Edition

Der Pate, Scarface, die Sopranos – es gibt viele gute Filme zum Thema Mafia in den USA. Das beste Spiel zu dem Thema stammt aus dem Jahr 2002: Mafia von Illusion Softworks. Zwar haben sich in der Folgezeit auch immer wieder andere Games mit der ehrenwerten Familie beschäftigt, an die Klasse von Mafia kamen die aber alle nicht ran. Jetzt, 18 Jahre später, gibt es ein Remake des Klassikers. Also kein Remaster oder Re-Release, sondern tatsächlich eine von Grund auf überarbeitete Version. Was immer die Gefahr birgt, dass der eigentliche Spirit eines Games verloren gehen kann, wenn man da nicht mit viel Feingefühl an die Sache geht – siehe Warcraft Reforged. Ist das hier der Fall? Was wurde geändert? Und ist Mafia noch genau so gut wie damals?

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Crysis Remastered

Nomad ist zurück. Der coole Typ aus US-Spezialeinheit Raptor, der es 2007 im Shooter Crysis im Hightech-Nanosuit mit Nordkoreanern und Aliens gleichzeitig aufnahm. Es war zu der Zeit eins der besten deutschen Triple A Games, mit einem Metacritic-Level von 91. Da war es naheliegend, dass irgendwann mal eine wie auch immer geartete Neuauflage kommen musste. Nach der mobilen Switch-Version im Juli ist also jetzt auch das „Crysis Remastered“ für PS4, Xbox One und PC erschienen. Aber kann man einem 13 Jahre alten Game tatsächlich noch mal Leben einhauchen. Ein Game, das noch unter Windows XP, auf der PS3 und auf der Xbox 360 lief? Klar, spielerisch war das damals eine ganz große Nummer, zudem ein grafischer Benchmarktest, aber inzwischen gibt’s hunderte Games, die in eine ähnliche Kerbe schlagen. Heißt: Brauchen wird das echt noch mal? Und: Kann das immer noch was?

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Leons Identität

Gerade in letzter Zeit sieht man sie immer häufiger, die Menschen mit Reichskriegsflaggen auf Demos. Andere tragen rechte verfassungsfeindliche Symbole offen zur Schau, grölen faschistische Parolen oder hetzen unverhohlen gegen Ausländer und Asylsuchende. Über 22.000 Delikte mit rechtsextremen Hintergrund zählte die Polizeistatistik im letzten Jahr. „Die größte Bedrohung ist nach wie vor die Bedrohung von rechts“ – so Bundesinnenminister Seehofer im Mai 2020 bei der Vorstellung der Kriminalstatistik 2019. Aber wie kann es dazu kommen? Was ist bei diesen Leuten schief gelaufen, wo sind die falsch abgebogen? Die wurden ja nicht als Neonazis geboren, waren sicher auch mal Kinder mit Klavierunterricht oder Topfschlagen bei Geburtstagen, freuten sich über das erste Fahrrad und den Sommerurlaub mit den Eltern an der Nordsee. Wie sind die so radikal geworden?  

Zwei Videogames haben versucht, das Thema „Radikalisierung“ spielerisch zu verarbeiten: „Leons Identität“ und „Jessika“ – und dabei grundverschiedene Ansätze gewählt. Aber kann das überhaupt funktionieren? Ist dieses Thema überhaupt für eine spielerische Auseinandersetzung geeignet? Und können die beiden Games auch technisch überzeugen, oder werden sie von ihrem pädagogisch-seriösen Ansatz erschlagen? Beginnen wir heute mal mit Leons Identität, Jessika kommt dann in einem der nächsten Podcasts unter die Lupe.

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Marvel’s Avengers

(Copyright: Crystal Dynamics)

Nachdem ich ausführlich die Beta gespielt hatte, dachte ich „Das war ja wohl nix“. Endlos lange und lahme Kämpfe, aus denen man im Fall eines Ablebens von jetzt auf gleich im Sekundentakt herausgerissen wurde, um sich erstmal für die nächsten Minuten den Ladebildschirm anzuschauen und kaum Abwechslung. Dazu kamen Framerateeinbrüche und Bugs jeglicher Couleur. Gar nicht zu sprechen von den ganzen Drohungen der Entwickler, das Game mit irgendwelchen Challenges, Loot Gekloppe und Battle Passes vollstopfen zu wollen – überholte Features, mit denen andere Games in den letzten Monaten reihenweise an die Wand gefahren sind. Soll heißen: Meine Erwartungen an Marvels Avengers waren nicht sonderlich hoch. Und das ging vielen anderen wohl auch so, wenn man mal so durch die Foren stöbert. Aber ist es dann am Ende wirklich so übel geworden? Immerhin steht da Marvel drauf. Und Avengers! Superhelden! So schlecht kann es doch gar nicht sein. Oder etwa doch?

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Mortal Shell

 „Soulslike“ – also Games in der Machart von Dark Souls – ist mittlerweile ein fester Genrebegriff geworden. Heißt übersetzt: Actionlastiges, bockeschweres und ziemlich düsteres RPG, bei dem es auf technisches Können und nicht auf zeitintensiven Sammeleifer ankommt. Und in dem ihr fast im Sekundentakt sterbt. Die Liste durchaus gelungener Soulslike-Games mit Titeln wie Nioh, Sekiro, Code Vein oder The Surge ist mittlerweile lang. Nun ist mit Mortal Shell ein weiteres erschienen, das vom britischen Indie-Studio Cold Symmetrie entwickelt wurde. Soulslike von einem Indie? Ist das nicht eine Nummer zu groß für die? Schaun wir mal nach.

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Podcast Mortal Shell
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Flight Simulator 2020

2006 rollte der legendäre Flight Simulator von Microsoft das letzte Mal aus dem Hangar. Drei Jahre später kündigte Microsoft seine Partnerschaft mit Entwickler Aces auf, danach war Ruhe im Luftraum und in der Kabine und im Cockpit. Jetzt, 11 Jahre später, hebt der Flight Simulator endlich wieder ab. Mit einem neuen Entwicklerteam (nämlich Asobo aus Frankreich), mit mehr Städten, Flughäfen, Details und Realismus. Ist das jetzt nur ein (in Anführungsstrichen) Spiel für Simulatorfans oder haben auch weniger Flugaffine PC-Besitzer ihren Spaß daran, ohne ständig zu crashen oder zur Tüte greifen zu müssen?

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Horizon Zero Dawn (PC)

Als Spieletester bekommt man jährlich ja Unmengen von Games auf den Tisch. Da bleibt wenig Zeit, die wirklich alle bis zum Ende zu spielen. Ab und zu aber bleibt man bei einem hängen und schlägt sich die Nächte um die Ohren, nur um das Finale zu erleben. Eines davon war „Horizon Zero Dawn“, das Anfang 2017 auf der PS4 erschienen war.  Damals eins der besten Games für die Playsi. Jetzt, gut dreieinhalb Jahre später, ist tatsächlich doch noch eine PC-Version erschienen. Was auch daran liegen mag, dass der frühere Studiochef von Guerilla Games – die Horizon entwickelt hatten – jetzt Playstation Worldwide Studios President ist.

Aber da wir nun alle wissen, wie schnelllebig die Spielebranche ist, und dass dreieinhalb Jahre auch schon mal „komplett veraltet“ bedeuten kann, stellt sich natürlich die Frage: Macht Horizon Zero Dawn heute noch genauso viel Spaß wie damals? War es eine gute Idee, diese Legende noch mal wieder aufleben zu lassen?

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Destroy All Humans!

(Copyright: THQ Nordic)

„Welche Legenden würde man sich wohl  von dem glorreichen Tag erzählen, an dem wir mit unseren Brüdern jenseits der Sterne in Kontakt traten?“ – fragt ein Erzähler im Intro von „Destroy All Humans!  Nun, ich persönlich bezweifle ja ernsthaft , dass besagte „Brüder jenseits der Sterne“ überhaupt ein Interesse haben könnten, mit uns in Kontakt zu treten. Vermutlich ziehen die dann doch eher vor, sich mit intelligenten Lebensformen zu treffen, wenn sie dafür schon Lichtjahre lang durchs All düsen mussten. Und vernichten müssen sie uns auch nicht – das erledigen wir ja gerade selber: Was Corona übrig lässt, wird vom Klimawandel den Rest bekommen. Aber irgendwo, weit da draußen, gibt es ein paar Aliens, die uns trotzdem besuchen kommen. Vor 15 Jahren – richtig gerechnet, das war 2005 – waren die Furonen mit ihrem Spiel „Destroy All Humans“ schon mal gelandet, da noch auf PS2 und der ersten Xbox. Jetzt gibt’s eine Neuauflage für die aktuellen Konsolen und für PC. Ob das etwas dünne, aber witzige Spielprinzip von damals auch heute noch zieht, verrate ich euch in diesem Test.

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