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Immortals: Fenyx Rising (PS5)

(Copyright: Ubisoft)

Wenn ich Ubisoft und Open World in einem Satz höre, muss ich schlagartig an Heuhaufen, Adler, freischaltbare Gebiete und an viel zu viel Sammelkram und repetitive Nebenmissionen denken. Eben an die berüchtigte Ubi-Formel, nach der fast sämtliche Serien von denen wie Assassins Creed, Far Cry, Ghost Recon und wie sie alle heißen nach dem immer selben Muster vom Fließband kommen.

Als ich dann von Immortals Fenyx Rising hörte, war mein erster Gedanke „sicher wieder so ein Fließband-Ding im abgerockten Gamedesign mit den immer selben Versatzstücken, nur mit einem anderen Setting und Helden – kannste Dir schenken.“ Wobei das mit dem neuen Setting noch nicht einmal so ganz stimmt – das antike Griechenland hatten wir ja schon zuletzt in Assassins Creed Odyssey. Das übrigens – genau wie Immortals – vom Ubisoft-Team in Quebec stammt.

Natürlich habe ich dann trotzdem mal reingeschaut. Eher, um mich davon zu überzeugen, dass ich mit meinen Vorurteilen Recht hatte und ich wirklich nichts verpasse. Und dann die Überraschung: Immortals Fenyx Rising ist ja richtig gut, es gehört sogar zu meinen persönlichen Top 3 in diesem Jahr. Womit ich das Fazit ja nun eigentlich schon vorweg genommen habe. Wer jetzt trotzdem dranbleibt, der erfährt auch, wie ich darauf komme.

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Assassins Creed Valhalla

(Copyright: Ubisoft)

Habt ihr mal gezählt, wie viele Ausgaben es inzwischen von Assassins Creed gibt? 13 Jahre ist es her, als der erste Teil erschien, der damals einfach nur „Assassins Creed“ hieß und im Heiligen Land zur Zeit der Kreuzzüge spielte. Es folgten Ausflüge ins Norditalien der Renaissance, nach Konstantinopel, nach Amerika zur Zeit des Unabhängigkeitskrieges, zu den Piraten der Karibik im 18.Jahrhundert, ins Paris der Französischen Revolution, nach London während des Viktorianischen Zeitalters sowie ins Antike Ägypten und Griechenland. Damit war es fast schon zwangsläufig, dass Teil 12 – richtig, das wäre die Antwort auf meine Eingangsfrage gewesen – jetzt in der nordischen Saga bei den Wikingern angesiedelt wurde, weil man alle anderen Schauplätze und Zeiten ja schon durch hatte. Aber ist Assassins Creed Valhalla jetzt nur noch ein weiterer Aufguss in einem neuen Kostüm, oder ist Ubisoft da noch was neues eingefallen?

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The Dark Pictures: Little Hope

(Copyright: Supermassive Games)

Mit „Until Dawn“ hatte Supermassive 2015 ein schön erzähltes PS4-Horrorspiel abgeliefert. Nicht besonders anspruchsvoll und voller Slasher-Klischees, beschränkte es sich doch meist darauf, den Spieler Entscheidungen treffen zu lassen. Von denen hing es ab, wer von den acht Jugendlichen am Ende überlebt und wer nicht. Nach dem Koop-Thriller „Hidden Agenda“ aus dem Jahr 2017, das per Smartphone gesteuert wird und einigen kleinen VR-Spielereien folgte im letzten Jahr dann mit dem fünfstündigen Horror-Adventure „Man of Medan“ der Auftakt zur Dark Pictures Anthology. Das mit seinen nervigen Helden, technischen Bugs und einer umherirrenden Kamera aber nicht wirklich überzeugte. Das können wir besser, erklärte Supermassive und gelobte Besserung für den nächsten Teil der Reihe. Der ist jetzt unter dem Titel „Little Hope“ erschienen, erneut als eine Art interaktiver Kurzgeschichte mit Gruselgarantie. Haben die Entwickler ihr Versprechen wahr gemacht? Hat Little Hope wirklich die Fehler des Vorgängers ausgemerzt?

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Watch Dogs: Legion

(Copyright: Ubisoft)

Assassins Creed, Far Cry, The Division oder Watch Dogs – Ubisoft hat ein Faible für Open-World-Games mit zum Teil riesigen Spielewelten. Mein Problem war da aber fast immer: Zum einen wiederholte sich das Spielgeschehen irgendwann, zum anderen hatte ich mit der Zeit derart viele Haupt- und Nebenmissionen in meinen Auftragsbüchern, dass ich die Lust verlor. Weniger ist mehr und so, kennt ihr ja. Deshalb war ich jetzt gespannt, ob auch der dritte Teil der Watch Dogs-Reihe früher oder später auf meine Motivationsbremse tritt. Denn immerhin hat sich das Game eine Menge vorgenommen: Es gibt nicht nur einen oder zwei Helden, nein, ihr könnt jede einzelne Person im Spiel  übernehmen. Und das sind neun  Millionen! Und das soll funktionieren? Schaun wir mal.

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Mario Kart Home: Live Circuit

(Copyright: Nintendo)

Beim Namen Mario denken laut einer von mir gerade erfundenen Umfrage 3 Prozent der Menschen an Mario Basler, 5 Prozent an Kennste-Kennste Mario Barth und 92 Prozent an Nintendos Klempner.  Was auch kein Wunder ist, taucht Mario doch in bis jetzt insgesamt 332 Games auf – entweder als Titelheld oder mit einem Gastauftritt. Allein vom besten aller Funracer, von Mario Kart, gibt es 14 Versionen: 4 auf Automaten, und je eine auf SNES, N64, Game Boy Advance, Gamecube, DS, Wii, 3DS, Wii U, Android/iOS und Switch. Wobei letztere jetzt eine zweite Version bekommen hat. Was ein absolutes Novum ist, hieß es doch sonst bei Nintendo immer knallhart: „Jeder nur ein Kreuz!“

Mario Kart Live: Home Circuit aber ist dann auch ganz anders und ganz was neues. Mit einem echten, kleinen Kart, mit etwas Pappe und einer kostenlosen Software. Wie das alles zusammenpasst? Das erzähle ich euch jetzt.

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Aquanox: Deep Descent

(Copyright: THQ Nordic)

Schleichfahrt hieß 1996 das erste PC-3D-U-Boot Actiongame von Blue Byte bzw. Massive Development. Die Story: Erde kaputt, Atomkrieg, die Menschheit lebt im Ozean, der von einer 40 Meter dicken Schicht toten organischen Materials bedeckt ist. Den Spielern und der Kritik gefiels jedenfalls. So gut, dass Massive Development fünf Jahre später einen Nachfolger brachte. Der dann aber nicht Schleichfahrt 2 oder so hieß, sondern Aquanox. Trotz schwächelnder KI und unfertiger Steuerung kam auch Aquanox dann ziemlich gut weg.

Und weil man das Eisen schmieden soll, solange es heiß ist, ließ Massive dann nur ein Jahr später gleich Aquanox 2 folgen. Während die Kritiken das Game bei uns erneut feierten, fiel das internationale Echo doch ziemlich mau aus. Und Aquanox machte das, was ein U-Boot am besten kann: Es tauchte erst mal ab. Und zwar für die nächsten 18 Jahre. Jetzt, nach diversen Pleiten (JoWood, THQ), verworfenen Plänen, und Ankündigungen, die wieder in der Versenkung verschwanden, ist also Aquanox 3 bzw. Aquanox: Deep Descent als Kickstarter finanziertes Projekt erschienen. Von dem war schon auf der Gamescom 2014 ein erster Prototyp gezeigt worden. Hat die lange Entwicklungszeit dem Spiel gut getan? Oder gehört es auf den Schiffsfriedhof?

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