Archiv der Kategorie: Gamecheck

Hitman 3 (2021)

(Copyright: IO Interactive)

Agent 47 ist zurück, um im dritten und letzten Spiel der Trilogie der Hitman-Reihe noch ein letztes Mal mit Raffinesse und Köpfchen seine Ziele reihenweise aus dem Weg zu räumen. Im Jahr 2000 war der Killer aus dem Genlabor erstmals in Erscheinung getreten, nach fünf weiteren Folgen startete dann 2016 die Hitman-Trilogie mit einem Restart im Episodenformat. Von dem man aber zwei Jahre später in Hitman 2 wieder abrückte, und auch Hitman 3 ist jetzt auf einen Rutsch erschienen. Ist es dem dänischen Entwicklerstudio IO Interactive gelungen, da noch mal einen draufzusetzen, oder trudelt die Serie nur einfach so aus? Schauen wir mal nach.

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Rückschau: Best of 2020

Das Jahr 2020 war ja eines der eher weniger guten Jahre;  Corona hatte sich da als echter  Spaßverderber erwiesen. Kneipen dicht, Kontaktsperre, Urlaub gestrichen, keine Konzerte, kein Kino, kein Theater, kein Sportstudio, kein Stadion – da musste man ja mit der Zeit depressiv werden. Was blieb dann meist noch? Etwas Joggen (wenn man sich aufraffen konnte), mit dem Hund eine Runde drehen, Bingewatchen und natürlich extremst zocken. So wurde dann so viel gespielt wie noch nie, und die Publisher verdienten sich dumm und dämlich in bzw. an der Pandemie. Aber na gut, wir wollen uns da nicht beschweren: Dafür haben sie uns ja dann im Jahr 2020 auch mit teilweise richtig guten Games versorgt. Hier meine ganz subjektive Highlight-Liste für das vergangene Jahr.

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Cyberpunk 2077

(Copyright: CD Project RED)

Vor acht Jahren wurde der erste Trailer von Cyberpunk 2077 gezeigt, die anschließende Entwicklung zog sich ewig hin, der Releasetermin wurde schließlich drei Mal verschoben. Am Ende glaubte schon niemand mehr an eine Veröffentlichung im Jahr 2020. Doch jetzt ist es doch noch passiert: Das am meisten erwartete Game der letzten Jahre ist endlich da. Und während die PC-Version zurecht gefeiert wird, hagelt es bei der aktuellen Standard-PS4 und Xbox One-Version heftige Kritiken. Warum das so ist – das erzähle ich euch jetzt mal.

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Immortals: Fenyx Rising (PS5)

(Copyright: Ubisoft)

Wenn ich Ubisoft und Open World in einem Satz höre, muss ich schlagartig an Heuhaufen, Adler, freischaltbare Gebiete und an viel zu viel Sammelkram und repetitive Nebenmissionen denken. Eben an die berüchtigte Ubi-Formel, nach der fast sämtliche Serien von denen wie Assassins Creed, Far Cry, Ghost Recon und wie sie alle heißen nach dem immer selben Muster vom Fließband kommen.

Als ich dann von Immortals Fenyx Rising hörte, war mein erster Gedanke „sicher wieder so ein Fließband-Ding im abgerockten Gamedesign mit den immer selben Versatzstücken, nur mit einem anderen Setting und Helden – kannste Dir schenken.“ Wobei das mit dem neuen Setting noch nicht einmal so ganz stimmt – das antike Griechenland hatten wir ja schon zuletzt in Assassins Creed Odyssey. Das übrigens – genau wie Immortals – vom Ubisoft-Team in Quebec stammt.

Natürlich habe ich dann trotzdem mal reingeschaut. Eher, um mich davon zu überzeugen, dass ich mit meinen Vorurteilen Recht hatte und ich wirklich nichts verpasse. Und dann die Überraschung: Immortals Fenyx Rising ist ja richtig gut, es gehört sogar zu meinen persönlichen Top 3 in diesem Jahr. Womit ich das Fazit ja nun eigentlich schon vorweg genommen habe. Wer jetzt trotzdem dranbleibt, der erfährt auch, wie ich darauf komme.

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Demon’s Souls (PS5)

(Copyright: Bluepoint/From Software)

Als vor 11 Jahren das Action-Rollenspiel Demon’s Souls für die PS3 erschien, hatte es eine lange Leidensgeschichte hinter sich. Nach den ersten Versuchen schon abgeschrieben, bot sich der Programmierer und RPG-Nerd Hidetaka Miyazaki an, aus den Resten was zu basteln. Da eh schon alles egal war, ließ man ihn gewähren. Das sei ein „unfassbar schlechtes Spiel“ soll Sony-Boss Yoshida beim Anblick des fertigen Games gestöhnt haben. Veröffentlicht wurde es trotzdem, erstmal nur in Japan, dann als Import auch im Westen. Wo es schnell erst zum Geheimtipp, dann zum Riesen-Erfolg wurde – und der Auftakt zur legendären Dark Souls-Reihe war. Die nur aus rechtlichen Gründen aus dem Demon’s ein Dark machen musste. Zahlreiche weitere Souls-like Spiele wie Nioh, The Surge, Bloodborne, Sekiro oder Mortal Shell folgten.

Nun wurde dieser legendäre Meilenstein anlässlich des Starts der PS5 neu aufgelegt. Verantwortlich für die Entwicklung war Bluepoint Games, ein Studio, das bereits Shadow of the Colossus und Uncharted neu auf den Weg gebracht und bewiesen hatte, dass man ein Händchen für die Wiederbelebung alter Schätze hat. Ist ihnen gelungen das aber auch bei Demon’s Souls gelungen?

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Sackboy: A Big Adventure (PS5)

(Copyright: Sony)

„Bei LittleBigPlanet bist du eine niedliche Sackfigur!“ Was sich für Außenstehende vielleicht nach einer wüsten Beleidigung anhört, war in Wirklichkeit im Jahr 2008 der Auftakt zum inzwischen kultigen PS3/PSP/Vita-Klassiker LittleBigPLanet, wo ihr eine knuffige Jutesackfigur durch mehr als 50 Level gesteuert habt – und vor allem hoffentlich auch selber Level gebastelt habt, wie es die Community inzwischen milliardenfach gemacht hat. Mindestens.

Zwei weitere Teile folgten. Wobei Teil 3 dann nicht mehr von Media Molecule, sondern von Sumo Digital entwickelt wurde. Die jetzt, nach gut sechsjähriger Pause, auch mit der Produktion des Jump & Runs „Sackboy: A Big Adventure“ beauftragt wurden, das jetzt für die PS4, aber auch für die brandneue PS5 erschienen ist. Auf der ich es dann auch getestet habe. Und wer jetzt fragt „Wieso auf der PS5, die kommt doch erst am Donnerstag“ – richtig, offiziell ja, aber ich hab sie halt schon. So, und jetzt auf zum Jutesackhüpfen.

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Assassins Creed Valhalla

(Copyright: Ubisoft)

Habt ihr mal gezählt, wie viele Ausgaben es inzwischen von Assassins Creed gibt? 13 Jahre ist es her, als der erste Teil erschien, der damals einfach nur „Assassins Creed“ hieß und im Heiligen Land zur Zeit der Kreuzzüge spielte. Es folgten Ausflüge ins Norditalien der Renaissance, nach Konstantinopel, nach Amerika zur Zeit des Unabhängigkeitskrieges, zu den Piraten der Karibik im 18.Jahrhundert, ins Paris der Französischen Revolution, nach London während des Viktorianischen Zeitalters sowie ins Antike Ägypten und Griechenland. Damit war es fast schon zwangsläufig, dass Teil 12 – richtig, das wäre die Antwort auf meine Eingangsfrage gewesen – jetzt in der nordischen Saga bei den Wikingern angesiedelt wurde, weil man alle anderen Schauplätze und Zeiten ja schon durch hatte. Aber ist Assassins Creed Valhalla jetzt nur noch ein weiterer Aufguss in einem neuen Kostüm, oder ist Ubisoft da noch was neues eingefallen?

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The Dark Pictures: Little Hope

(Copyright: Supermassive Games)

Mit „Until Dawn“ hatte Supermassive 2015 ein schön erzähltes PS4-Horrorspiel abgeliefert. Nicht besonders anspruchsvoll und voller Slasher-Klischees, beschränkte es sich doch meist darauf, den Spieler Entscheidungen treffen zu lassen. Von denen hing es ab, wer von den acht Jugendlichen am Ende überlebt und wer nicht. Nach dem Koop-Thriller „Hidden Agenda“ aus dem Jahr 2017, das per Smartphone gesteuert wird und einigen kleinen VR-Spielereien folgte im letzten Jahr dann mit dem fünfstündigen Horror-Adventure „Man of Medan“ der Auftakt zur Dark Pictures Anthology. Das mit seinen nervigen Helden, technischen Bugs und einer umherirrenden Kamera aber nicht wirklich überzeugte. Das können wir besser, erklärte Supermassive und gelobte Besserung für den nächsten Teil der Reihe. Der ist jetzt unter dem Titel „Little Hope“ erschienen, erneut als eine Art interaktiver Kurzgeschichte mit Gruselgarantie. Haben die Entwickler ihr Versprechen wahr gemacht? Hat Little Hope wirklich die Fehler des Vorgängers ausgemerzt?

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Watch Dogs: Legion

(Copyright: Ubisoft)

Assassins Creed, Far Cry, The Division oder Watch Dogs – Ubisoft hat ein Faible für Open-World-Games mit zum Teil riesigen Spielewelten. Mein Problem war da aber fast immer: Zum einen wiederholte sich das Spielgeschehen irgendwann, zum anderen hatte ich mit der Zeit derart viele Haupt- und Nebenmissionen in meinen Auftragsbüchern, dass ich die Lust verlor. Weniger ist mehr und so, kennt ihr ja. Deshalb war ich jetzt gespannt, ob auch der dritte Teil der Watch Dogs-Reihe früher oder später auf meine Motivationsbremse tritt. Denn immerhin hat sich das Game eine Menge vorgenommen: Es gibt nicht nur einen oder zwei Helden, nein, ihr könnt jede einzelne Person im Spiel  übernehmen. Und das sind neun  Millionen! Und das soll funktionieren? Schaun wir mal.

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Mario Kart Home: Live Circuit

(Copyright: Nintendo)

Beim Namen Mario denken laut einer von mir gerade erfundenen Umfrage 3 Prozent der Menschen an Mario Basler, 5 Prozent an Kennste-Kennste Mario Barth und 92 Prozent an Nintendos Klempner.  Was auch kein Wunder ist, taucht Mario doch in bis jetzt insgesamt 332 Games auf – entweder als Titelheld oder mit einem Gastauftritt. Allein vom besten aller Funracer, von Mario Kart, gibt es 14 Versionen: 4 auf Automaten, und je eine auf SNES, N64, Game Boy Advance, Gamecube, DS, Wii, 3DS, Wii U, Android/iOS und Switch. Wobei letztere jetzt eine zweite Version bekommen hat. Was ein absolutes Novum ist, hieß es doch sonst bei Nintendo immer knallhart: „Jeder nur ein Kreuz!“

Mario Kart Live: Home Circuit aber ist dann auch ganz anders und ganz was neues. Mit einem echten, kleinen Kart, mit etwas Pappe und einer kostenlosen Software. Wie das alles zusammenpasst? Das erzähle ich euch jetzt.

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